

Dass organische Abfälle getrennt erfasst werden, ist ein eindeutiges Ziel der Abfallwirtschaft. Der Kreistag des Landkreises Unterallgäu hat die Einführung der Biotonne bereits am 16. November 1993 beschlossen. Seit dem 7. Oktober 1996 schreibt auch das Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz des Bundes eine hochwertige Verwertung von Abfällen vor.
Speisereste aus Gaststätten und Gemeinschaftsverpflegungen, die in größeren Mengen anfallen, müssen übrigens über eine spezielle Speiserestetonne entsorgt werden. Bei welchen Firmen Sie diese Tonne erhalten, können Sie unserer Verwerterliste entnehmen.
Im Folgenden erfahren Sie alles rund um die Biotonne für Privathaushalte. Zudem haben wir ein Faltblatt für Sie erstellt.
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Wer benötigt eine Biotonne?
Grundsätzlich gilt für alle Grundstücke ein Anschluss- und Benutzungszwang (wie für die Restmülltonne) - das heißt, dass zunächst einmal jeder eine Biotonne haben muss. Auf Antrag kann man sich von diesem Zwang befreien lassen, wenn die gesamten Bioabfälle vollständig und ganzjährig selbst verwertet werden. Unter Verwertung versteht man die Kompostierung einschließlich der Ausbringung des Komposts auf geeigneten Flächen.
Wo erhalte ich die Biotonne?
Wenden Sie sich bitte an Ihren Vermieter beziehungsweise als Grundstückseigentümer an Ihre Gemeinde oder Verwaltungsgemeinschaft, um eine Restmülltonne anzumelden, umzumelden oder abzumelden. Aus Gründen der Bürgernähe übernehmen die Gemeinden auch die Ausgabe, den Einzug und den Umtausch der Gefäße.
Die Gefäße müssen Sie nicht selbst beschaffen. Der Landkreis hat die Mülltonnen vom Abfuhrunternehmer geleast, so bleibt Ihnen beim Wechsel der Tonnengröße Stress mit der Beschaffung eines neuen und der Verkauf des alten Gefäßes erspart.
Was kostet die Biotonne?
Wie viel Sie bezahlen müssen, hängt davon ab, wie groß Ihre Biotonne ist. Die Gebühr für Einsammeln, Transport, Gefäßmiete und Kompostierung der Bioabfälle beträgt für die 60-Liter-Biotonne 84 Euro im Jahr, für die 80-Liter-Biotonne 110,40 Euro im Jahr und für die 120-Liter-Biotonne 168 Euro im Jahr.
Eine Biotonne kann übrigens auch von mehreren Haushalten gemeinsam genutzt werden. So können Sie Kosten sparen!
Was kommt in die Biotonne?
Aus dem Küchen- und Haushaltsbereich können Sie zum Beispiel folgende Dinge in die Biotonne geben:
Aus dem Gartenbereich gehören in die Biotonne:
Übrigens: Gartenabfälle werden vier Mal jährlich vor Ihrer Haustüre abgeholt. Nähere Informationen zur Abfuhr der Gartenabfälle finden Sie hier.
Was kann ich auf den Kompost geben?
Aus dem Küchen- und Haushaltsbereich können Sie zum Beispiel folgende Dinge kompostieren:
Aus dem Gartenbereich lassen zum Beispiel sich kompostieren:
Das eignet sich nicht zur Kompostierung:
Wie oft wird die Biotonne geleert?
Von Oktober bis Mai wird die Biotonne alle 14 Tage geleert, von Juni bis September aus hygienischen Gründen jede Woche.
Legen Sie den Boden Ihrer Biotonne mit zerknülltem Zeitungspapier oder Pappe aus. Dies verhindert ein Ankleben oder Anfrieren der Bioabfällle.
Sammeln Sie Ihre Bioabfälle aus der Küche in Papiertüten oder Zeitungspapier, so bleibt die Tonne sauber. Verwenden Sie jedoch keine der so genannten kompostierbaren Plastiktüten oder andere Kunststoffe für Ihre Biotonne. Diese können nicht zusammen mit den Bioabfällen verwertet werden!
Im Sommer benötigt sie ein schattiges Plätzchen, zum Beispiel unter einem Baum oder im Tonnenhäuschen, damit sie kein „Eigenleben“ entwickelt.
Im Winter benötigt sie ein warmes Plätzchen, zum Beispiel in der Garage, damit der Inhalt nicht einfriert.
Die Abfallwirtschaftsberatung im Landratsamt hat ein Faltblatt für Sie zusammengestellt, in dem Sie alles über die Biomüll-Entsorgung erfahren. Dieses können Sie hier herunterladen.
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